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Radiologie und Nuklearmedizin Ludwigshafen

Otto-Stabel-Straße 2-4
67059 Ludwigshafen

Alzheimer-­Diagnostik

(Alzheimer-PET, Beta-Amyloid-PET-Aufnahme)

Die Alzheimer-Erkrankung ist mit über 60% die häufigste Ursache von Demenz. Während die genauen Ursachen der Alzheimer-Erkrankung immer noch unklar sind, steht fest, dass es im Verlauf der Erkrankung zur Bildung von Taufibrillen und Beta-Amyloid-Ablagerungen (auch Plaques) im Gehirn kommt. Diese krankenhaften Veränderungen führen im Verlauf der Erkrankung zum Untergang der Nervenzellen im Gehirn. Wenn der Verlust an Nervenzellen im Gehirn nicht mehr kompensiert werden kann, kommt es zu den Symptomen der Alzheimer-Erkrankung (weitere Details können dem unten verlinkten Video entnommen werden).
 

Die Beta-Amyloid-PET-Aufnahme ist ein diagnostisches bildgebendes Verfahren, welches zur Diagnose oder dem Ausschluss der Alzheimer-Erkrankung beiträgt. Dieses neue, innovative bildgebende Verfahren ist die bisher einzige Möglichkeit Beta-Amyloid-Ablagerungen im Gehirn darzustellen. Dazu wird den Patienten ein schwach strahlendes Radiopharmakon 18F-Florbetaben oder 18F-Flutemetamol in die Vene injiziert. Falls sich Beta-Amyloid-Ablagerungen im Gehirn befinden, lagert sich das Radiopharmakon zielgenau an diesen Plaques an. Da die in den Körper eingebrachte Radioaktivität äußerst schwach ist, stellt sie kein gesundheitliches Risiko dar. Die freiwerdende Energie des Radiopharmakons reicht aber aus, um durch einen PET-Sensor registriert zu werden. In einem Computer erfolgt die Verrechnung der Signale und der Arzt kann feststellen, ob sich Beta-Amyloid-Ablagerungen im Gehirn des Patienten befinden.
 

  • zur Differenzialdiagnose von Morbus Alzheimer und Frontotemporaler Demenz (FTD), Kortikaler Atrophie sowie weiteren nicht-neurodegenerativen Hirnpathologien wie zerebrovaskulärer Erkrankungen oder Depression
  • als zusätzliches Diagnosekriterium bei bestehenden Alzheimersymptomen im Rahmen einer Alzheimer-Diagnostik
  • Fällt der Beta-Amyloid-PET-Scan positiv aus, wurden Beta-Amyloid-Ablagerungen im Gehirn gefunden. Neben Ergebnissen anderer Tests ist dies ein wichtiger Indikator für eine mögliche Diagnose der Alzheimer-Erkrankung.
  • Zur Einschätzung des Schweregrads der Alzheimer Demenz ist zusätzlich eine 18F-FDG-PET-Untersuchung nötig.
  • Fällt der Beta-Amyloid-PET-Scan negativ aus, kann die Alzheimer-Erkrankung ausgeschlossen werden. Es kann dann nach anderen Ursachen für die kognitive Beeinträchtigung des Patienten gesucht werden (siehe oben).

Für eine Beta-Amyloid-PET-Aufnahme ist keine spezielle Vorbereitung nötig.

Eine geringe Menge des Radiopharmakons (18F-Florbetaben oder 18F-Flutemetamol) wird dem Patienten in eine Vene injiziert. Danach muss der Patient ca. 90 Minuten warten, bis eine ausreichende Menge des injizierten Stoffes bis ins Gehirn gelangt und dort an die Beta-Amyloid-Ablagerungen bindet und vom PET-Detektor abgebildet werden kann.
Die Untersuchung selbst dauert etwa 20 Minuten. Während dieser Zeit liegen Sie auf einer Liege und der PET-Detektor bewegt sich um Ihren Kopf. Sie sollten so ruhig wie möglich bleiben, damit sich ein klares Bild ergibt.

Die Kosten einer Beta-Amyloid-PET-Untersuchung werden in der Regel von den privaten Krankenkassen vollständig übernommen.

Video: Beta-Amyloid-PET-Aufnahme