Diese Webseite verwendet Cookies. So können wir Ihnen das bestmögliche Nutzererlebnis bieten. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Radiologie und Nuklearmedizin Ludwigshafen

Otto-Stabel-Straße 2-4
67059 Ludwigshafen

FDG-PET/CT

(Positronen-Emissions-Tomographie)

Die FDG-PET ist ein bildgebendes Verfahren zur zuverlässigen Erkennung von Krebs. Die FDG-PET stellt die für Krebs charakteristischen Veränderungen des Zuckerstoffwechsels dar.

Dazu wird den Patienten eine schwach radioaktiv markierte Zuckerlösung (mit 18F-FDG) intravenös verabreicht. Entartete oder entzündlich veränderte Zellen nehmen im Unterschied zu gesunden Zellen deutlich mehr von der Zuckerlösung auf. Die erhöhte Zuckeraufnahme sowie deren genaue Lokalisation im Körper lässt sich in einer PET-Aufnahme dann darstellen.

Die ohnehin nur schwach radioaktive Zuckerlösung verliert sehr schnell an Radioaktivität. Daher ist die Strahlenexposition nur etwa so groß wie die bei einer CT-Untersuchung.
 

Allergien oder andere Nebenwirkungen durch die FDG-PET sind bislang nicht bekannt. Die FDG-PET gilt daher als ungefährliche und sichere Diagnosemethode.
 

1. Diagnose und Therapieüberwachung bei Krebs (Onkologie)

  • Die FDG-PET-Methode erkennt Krebs und eventuell vorhandene Tochtergeschwüre (Metastasen) deutlich früher und zuverlässiger als die klassischen bildgebenden Verfahren wie CT und MRT. Eine Kombination der Methoden ist je nach Fragestellung aber außerordentlich wichtig und vorteilhaft (PET plus).
    Bei der Verlaufskontrolle einer Krebserkrankung wie nach einer Operation, Chemo- oder Strahlentherapie wird die FDG-PET immer wichtiger, um einen Rückfall (Rezidiv) auszuschließen oder zu erkennen. Gerade neue Chemotherapien, die mit Immuntherapien kombiniert werden, können mittels FDG-PET auf ihre Wirksamkeit bereits nach 14 Tagen geprüft werden. Dies ist mit den klassischen radiologischen Untersuchungen nicht möglich und bedeutet, dass den Patienten durch eine FDG-PET langwierige und unnötige Chemotherapien erspart bleiben.
  • Gerade Prostata-Krebs (Prostatakarzinom) kann durch die PET-Methode sicher festgestellt werden. In diesem Fall kommt statt des Zuckers Gallium-PSMA als Tracer zum Einsatz.

2. Nervenerkrankungen (Neurologie)

  • Bei zunehmendem Gedächtnisverlust im Alter kann die FDG-PET eine Demenz vom Typ Morbus Alzheimer von anderen Demenz-Formen (z.B. Lewis-body Demenz bei Morbus Parkinson) unterscheiden. Auch zur Beurteilung von Epilepsie und Hirntumoren ist die FDG-PET unverzichtbar.
     

3. Herzerkrankungen (Kardiologie)

  • Mit der FDG-PET kann nach einem Herzinfarkt abgestorbenes Gewebe exakt von noch intaktem Herzmuskelgewebe unterschieden werden. Auf diese Weise kann dann eine optimale Entscheidung für die weitere Therapie getroffen werden.

Für die FDG-PET muss der Patient nüchtern zur Untersuchung kommen. Termine werden deshalb morgens vergeben. Stilles Wasser dürfen Sie vorher aber trinken.

Dem Patienten wird eine radioaktiv markierte Zuckerlösung in die Armvene verabreicht. Danach muss der Patient 90 Minuten liegend abwarten. Hierbei sind Muskelanstrengungen unbedingt zu vermeiden, da der radioaktiv markierte Zucker sonst von den Muskeln aufgenommen wird, was die Bildqualität bei der Untersuchung beeinträchtigt. Nach der Wartezeit wird die FDG-PET-Aufnahme gestartet. Der ringförmige FDG-PET-Scanner fährt dabei einmal entlang der zu untersuchenden Körperregion.

Die Untersuchung dauert 30-60 Minuten und ist für den Patienten völlig schmerzfrei. Auch während dieser Zeit sollten Sie möglichst ruhig liegen bleiben, damit es zu keiner Beeinträchtigung der Bildqualität kommt. Musik oder Hörbuch hören ist in dieser Zeit möglich, lesen oder die Nutzung eines Smartphones allerdings nicht.
Da die Detektionseinheit des FDG-PET- Scanners sehr schmal ist, können keine Beklemmungsgefühle bei den Patienten entstehen.

Die FDG-PET wird von den Krankenkassen zunehmend zur Beantwortung bestimmter Fragestellungen erstattet, Voraussetzung ist hierfür aber immer ein Beschluss des zuständigen Tumorboards (Expertenausschuss Klinik). Private Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten.

Klären Sie in jedem Fall vor Terminvereinbarung die Kostenübernahme. Wir beraten Sie gerne.

Video: MIP-Darstellung einer FDG-PET Untersuchung