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Radiologie und Nuklearmedizin Ludwigshafen

Otto-Stabel-Straße 2-4
67059 Ludwigshafen

Prostata­karzinom-PET/CT

(PSMA oder Cholin-PET/CT)

Das Prostatakarzinom ist der häufigste Tumor beim Mann. Wenn der Prostatakrebs früh erkannt wird, kann schnell eine erfolgreiche Therapie eingeleitet werden. Neben der Multiparametrischen Prostatadiagnostik mittels MRT bieten wir auch das Prostatakarzinom-PET mit dem Radiopharmakon PMSA oder Cholin an. Diese innovativen und hochempfindlichen Diagnoseverfahren sind besonders gut geeignet, Prostatakrebs und deren Tochtergeschwüre (Metastasen) zu entdecken oder den Erfolg einer Prostatakrebs-Therapie (z.B. einer Chemotherapie oder Operation) zu überprüfen.

Die meisten Prostatakarzinome weisen genau wie ihre Tochtergeschwüre (Metastasen) eine besonders hohe Dichte des PSMA-Proteins an den äußeren Zellwänden auf. Dem Patienten wird im Rahmen des PSMA-PET ein schwach radioaktiver Ligand (68Ga-PSMA) gespritzt, der zielgenau an das PSMA-Protein der Krebszellen bindet. Eine Minderheit von Prostatatumoren zeichnet sich jedoch dadurch aus, dass sie PSMA-negativ sind und ihnen somit das PSMA-Protein fehlt. Unsere Praxis führt deshalb für diese Tumoren auch die Cholin-PET-Untersuchung durch. Cholin ist ein natürlicher Bestandteil der Zellmembran und wird verstärkt in Prostatakarzinomen aufgenommen. Für diese Untersuchung wird dem Patienten schwach radioaktives 18F-Cholin verabreicht. 18F-Cholin oder 68Ga-PSMA lagern sich an oder in den Prostatakrebszellen an. Die von den Nukliden emittierte Strahlung wird außerhalb des Körpers durch einen PET-Detektor aufgezeichnet und durch einen Computer verrechnet. Anschließend wird noch eine CT-Untersuchung durchgeführt. Beide bildgebenden Verfahren werden übereinander gelagert und erlauben es dem Arzt, Prostatakrebsherde genau zu erkennen und zu lokalisieren. Die Strahlenbelastung beim PSMA- oder Cholin-PET ist ungefähr so hoch wie bei einer normalen CT-Untersuchung. Allergien oder andere Nebenwirkungen sind bislang nicht bekannt. Diese PET gelten daher als ungefährliche und sichere Diagnosemethoden.

 

Für das Cholin-PET sollte 24 Stunden vor der Untersuchung auf cholinhaltige Lebensmittel verzichtet werden (insbesondere auf Eigelb, Fleisch, Fisch, Weizenbier, Nüsse, Vitaminsäfte und Vitaminpräparate). Auch antihormonelle Medikamente wie Casodex oder Flutamid sollten am Tag der Untersuchung nicht eingenommen werden. Bei einer zentralen Hormonblockade (wie Enantone oder Trenantone) sollte das Cholin-PET erst 8 bis 11 Wochen nach der letzten Injektion durchgeführt werden.

Für das PSMA-PET sind keine besonderen Vorbereitungen nötig.

Dem Patienten wird das Radiopharmakon 68Ga-PSMA oder 18F-Cholin in die Armvene injiziert. Innerhalb der nächsten Stunde reichert sich dieser Stoff in oder an den Prostatatumoren an. In dieser Zeit kann der Patient - sofern gewünscht - die Praxis verlassen. Nach Ablauf dieser Zeit wird mit der PET-Aufnahme begonnen. Gegebenenfalls werden vor oder nach der PET-Untersuchung zusätzlich CT- oder MRT-Aufnahmen gemacht.

Momentan erfolgt eine Übernahme der Kosten ausschließlich durch private Krankenversicherungen.

Video: MIP-Darstellung eines Cholin-PET/CT