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Radiologie und Nuklearmedizin Ludwigshafen

Otto-Stabel-Straße 2-4
67059 Ludwigshafen

Somatostatin­rezeptor-PET/CT

(68Ga-DOTA-TOC, -TATE, -NOC, Diagnostik Neuroendokriner Tumoren)

Die Somatostatinrezeptor-PET/CT ist eine Kombinationsuntersuchung aus PET und CT und dient dem Nachweis Neuroendokriner Tumoren (NET). Während viele Neuroendokrine Tumoren nur schlecht durch ein MRT oder ein CT erfasst werden können, stellt die Somatostatinrezeptor-PET/CT eine sehr verlässliche Methode zur Tumorlokalisation dieser Tumoren dar und ist sehr viel genauer als die Oktreotidszintigraphie (Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie).

Bei Neuroendokrinen Tumoren handelt es sich um eine seltene Tumorart, die langsam wächst. Die Tumoren entstammen alle aus neuroendokrinen Zellen, die Sekretionsprodukte wie z. B. Hormone oder Botenstoffe in die Blutbahn abgeben. Die Ausschüttung dieser Stoffe erfolgt in den Tumorzellen ungeregelt und kann zu Erkrankungen wie z. B. dem Karzinoidsyndrom führen (Symptome des Karzinoidsyndroms sind Hautrötungen, schneller Herzschlag, Durchfall und Herzerkrankungen). Neuroendokrine Zellen befinden sich beispielsweise in Organen wie der Schilddrüse, der Nebenniere, der Bauchspeicheldrüse oder im Verdauungstrakt.
 

Zur Diagnostik dieser Tumoren wird das schwach strahlende Radiopharmazeutikum 68Ga-DOTATOC eingesetzt. Die mit der Injektion einhergehende Strahlendosis von 68Ga-DOTATOC entspricht der einer normalen CT-Untersuchung. Das Radiopharmakon lagert sich an den bei den Neuroendokrinen Tumoren vorkommenden Somatostatin-Rezeptoren an. Der Zerfall des Nuklids erzeugt zwei Photonen. Diese Photonen werden vom PET-Detektor außerhalb des Körpers aufgezeichnet und verrechnet. Die so entstandene Aufnahme erlaubt es dem Nuklearmediziner, ein Neuroendokrinen Tumor festzustellen oder auszuschließen.
 

Für diese Untersuchung sind keine besonderen Vorbereitungen auf Seiten des Patienten nötig.

Dem Patienten wird das Radiopharmazeutikum 68Ga-DOTATOCin die Armvene injiziert. Innerhalb der nächsten 60 Minuten reichert sich das Radiopharmazeutikum in den oben genannten Organen sowie den Neuroendokrinen Tumoren an. In dieser Zeit kann der Patient - sofern erwünscht - die Praxis verlassen. Nach Ablauf dieser Zeit wird mit den PET Aufnahmen begonnen. Gegebenenfalls werden vor oder nach der PET-Untersuchung noch CT-Aufnahmen ohne Kontrastmittel gemacht.

Die Kosten der Somatostatinrezeptor-PET/CT werden in der Regel von der privaten Krankenversicherung übernommen.