Diese Webseite verwendet Cookies. So können wir Ihnen das bestmögliche Nutzererlebnis bieten. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Radiologie und Nuklearmedizin Ludwigshafen

Otto-Stabel-Straße 2-4
67059 Ludwigshafen

DAT-Scan-­Szintigraphie

(DAT-Scan, Kopfszintigraphie, Parkinson-Diagnostik)

Die Parkinson-Krankheit, auch als Schüttellähmung bekannt, ist eine langsam fortschreitende, degenerative Erkrankung, bei der die Dopamin-haltigen Zellen im Gehirn absterben. Parkinson ist eine der häufigsten Erkrankungen des Nervensystems. Das Erkrankungsrisiko steigt mit zunehmendem Alter und die Hauptrisikogruppe sind Männer zwischen 55 und 65 Jahren. Früh erkannt können Therapien eingeleitet werden, die den Krankheitsverlauf verzögern und die die Symptome mildern. Für die eindeutige Differenzierung zwischen essentiellem Tremor und dem Parkinson-Syndrom ist die DAT-Scan-Szintigraphie besonders wichtig.

Vor der DAT-Scan-Szintigraphie wird dem Patienten das gering strahlende Radiopharmakon FP-CIT, das mit 123Iod (123I) markiert ist, verabreicht. Dieser Stoff lagert sich an die Dopamin-Rezeptoren (DAT) von Dopamin-haltigen Nervenzellen im Gehirn an. Eine Gammakamera zeichnet später die von 123I ausgehende Gammastrahlung auf. Falls die Parkinson-Krankheit vorliegt und es deshalb zum Rückgang von Dopamin-haltigen Zellen im Gehirn gekommen ist, fällt die gegenüber der Norm reduzierte Signalstärke in speziellen Regionen des Hirns auf. Hierdurch kann mit hoher Wahrscheinlichkeit zwischen typischen und atypischen Parkinson-Erkrankungen auf der einen und neurologischen Erkrankungen wie der Multi-System-Atrophie (MSA), der progressiven supranuklearen Blicklähmung (PSP) und der Corticobasalen Degeneration (CBD) auf der anderen Seite unterschieden werden.
 

Dem Patienten wird eine geringe Menge einer radioaktiven jodhaltigen Substanz in die Armvene injiziert. Die Substanz reichert sich im Lauf von drei bis vier Stunden in zentralen Hirngebieten an. Die Strahlenbelastung ist vergleichbar mit einer Computertomographie (CT). Die verwendeten Substanzen werden in der Regel gut vertragen. Nebenwirkungen und allergische Reaktionen sind nicht bekannt. Um die Schilddrüse vor einer unnötigen Belastung zu schützen, erhält der Patient zu Beginn 30 Tropfen eines Medikaments, das die Bildung von Schilddrüsenhormonen hemmt.

Die Aufnahmen werden drei Stunden nach Gabe des Radiophamakons im Liegen durchgeführt. Hierzu werden der Kopf des Patienten in einer Schale fixiert und die Augen abgedeckt. Die Aufnahmen erfolgen mit einer Gammakamera, die sich in ca. 30 Minuten langsam um den Kopf des Patienten bewegt.

Die Kostenübernahme der Kopfszintigraphie erfolgt durch alle Krankenkassen.

Bilder: DAT-Scan eines gesunden Patienten (l.),
DAT-Scan eines Parkinson-Patienten (r.)
 

Bild: Auswertung einer DAT-Scan-Szintigraphie