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Radiologie und Nuklearmedizin Ludwigshafen

Otto-Stabel-Straße 2-4
67059 Ludwigshafen

Somatostatin-­Rezeptor-­Szintigraphie

(Oktreotidszintigraphie, Diagnostik Neuroendokriner Tumoren)

Die Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie ist ein bildgebendes Verfahren, welches zum Nachweis Neuroendokriner Tumoren (NET) verwendet wird. Während viele Neuroendokrine Tumoren nur schlecht durch ein MRT oder ein CT erfasst werden können, stellt die Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie eine verlässliche Methode zur Lokalisation dieser Tumoren dar.

Bei Neuroendokrinen Tumoren handelt es sich um eine seltene Tumorart, die langsam wächst. Diese entstammen alle neuroendokrinen Zellen, die Sekretionsprodukte wie z. B. Hormone oder Botenstoffe in die Blutbahn abgeben. Die Ausschüttung dieser Stoffe erfolgt in den Tumorzellen ungeregelt und kann zu Erkrankungen führen (z. B. dem Karzinoidsyndrom, das durch eine Ausschüttung von Serotonin gekennzeichnet ist und zu Hautrötungen, schnellem Herzschlag, Durchfall und zu Herzerkrankungen führen kann). Neuroendokrine Zellen befinden sich beispielsweise in Organen wie der Schilddrüse, der Nebenniere, der Bauchspeicheldrüse oder im Verdauungstrakt.
 

Zur Diagnostik dieser Tumoren wird das schwach strahlende Radiopharmazeutikum 99mTc-Tektrotyd eingesetzt. Die mit der Injektion einhergehende Strahlendosis von 99mTc-Tektrotyd entspricht in etwa der einer normalen CT-Untersuchung. Das Radiopharmakon lagert sich an den bei den Neuroendokriner Tumoren vorkommenden Somatostatin-Rezeptoren an. Der Zerfall des Nuklids erzeugt eine schwache Gammastrahlung, die im Bereich von Neuroendokrinen Zellen und Tumoren besonders verstärkt ist. Diese Gammastrahlung wird von einer Kamera aufgezeichnet und verrechnet. Die so entstandene Aufnahme erlaubt es dem Nuklearmediziner, einen Neuroendokrinen Tumore festzustellen oder auszuschließen.
 

Für diese Untersuchung sind keine besonderen Vorbereitungen auf Seiten des Patienten nötig.

Dem Patienten wird das Radiopharmazeutikum 99mTc-Tektrotyd in die Armvene injiziert. Danach werden sofort Frühaufnahmen mit der Gammakamera angefertigt. Innerhalb der nächsten 3-4 Stunden reichert sich das Radiopharmakon in den oben genannten Organen sowie den Neuroendokrinen Tumoren an. In dieser Zeit kann der Patient - sofern erwünscht - die Praxis verlassen. Nach Ablauf dieser Zeit werden Spätaufnahmen und SPECT-Aufnahmen durchgeführt.

Die Kosten der Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie werden in der Regel von der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung übernommen.

Bild: Somatostatinrezeptorszintigraphische Ganzkörperaufnahme nach 15 Minuten

Bild: Somatostatinrezeptorszintigraphische Ganzkörperaufnahme nach 3 Stunden