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Radiologie und Nuklearmedizin Ludwigshafen

Otto-Stabel-Straße 2-4
67059 Ludwigshafen

Speicheldrüsen­szintigraphie

Die Speicheldrüsenszintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchung, mit der die Funktion und der Speichelabfluss der vier großen Kopfspeicheldrüsen überprüft werden kann. Außerdem kann festgestellt werden, ob eine Speicheldrüsenentzündung vorliegt. Hierzu wird dem Patienten eine kleine Menge eines schwach strahlenden Radiopharmakons verabreicht. Unsere Praxis verwendet hierzu das Radiopharmakon  99mTc-Pertechnetat. Die Strahlenbelastung durch 99mTc-Pertechnetat ist für den Patienten sehr gering und entspricht in etwa der einer normalen Röntgen-Untersuchung. 99mTc-Pertechnetat reichert sich proportional zur Aktivität der Speicheldrüsen in den Speicheldrüsen an. Eine Gammakamera macht von der Verteilung des Radiopharmakons eine Aufnahme, sodass der Arzt dann die Funktion der Speicheldrüse beurteilen kann. Durch einen stark speicheltreibenden Reiz, wie z. B. durch die Gabe eines zitronensafthaltigen Getränks, kann der Abfluss der Speicheldrüsen beurteilt werden. Bei einer Entzündung der Speicheldrüsen kommt es zu einer starken und langanhaltenden Anreicherung von 99mTc-Pertechnetat in den Speicheldrüsen, da diese bei einer akuten Entzündung gut durchblutet sind.
 

Allgemein sollte eine Speicheldrüsenszintigraphie bei krankhaft verminderter oder vermehrter Speichelbildung gemacht werden. Dies ist unter anderem zutreffend bei:

  • Speichelsteinen
  • akuter Entzündung der Speicheldrüse
  • chronischer Entzündung der Speicheldrüse
  • nach Schädigung der Speicheldrüsen durch Bestrahlung oder nach Radiojod-Therapie
  • Sicca-Syndrom
  • Sjögren-Syndrom
  • Mukoviszidose
  • Tumoren

Eine Stunde vor der Untersuchung sollte der Patient nichts mehr essen und nur noch Wasser trinken.

Am Untersuchungstag müssen die Speicheldrüsen-Medikamente ausgesetzt werden, andere Medikamente können in der Regel wie gewohnt eingenommen werden. Bitte fragen Sie diesbezüglich bei Terminvereinbarung noch einmal genau nach.

Zuerst wird dem Patienten eine geringe Menge einer schwach radioaktiven Substanz injiziert, welche sich bereits wenig später in den Speicheldrüsen anreichert.

Nach fünfzehn Minuten erhalten Sie etwas Flüssigkeit, die Sie bitte zuerst gut im Mund verteilen und anschließend herunterschlucken sollen. Während der Injektion und nach Gabe der Flüssigkeit werden mit einer Gammakamera Bilder der Speicheldrüsen aufgenommen.

Die Aufnahmen dauern ca. fünfundzwanzig Minuten, insgesamt dauert die Untersuchung ca. eine Stunde.

Die Kosten einer Speicheldrüsen-Szintigraphie werden in der Regel von den allgemeinen und privaten Krankenkassen vollständig übernommen.